FAQ

Du bist unsicher, ob der Sattel perfekt zu dir und deinen Pferd passt? Ich beantworte hier die gängigsten Fragen zu diesem Thema.

Um der ständigen Veränderung deines Pferdes gerecht zu werden, ist eine Überprüfung alle 6 bis 9 Monate ideal – mindestens jedoch einmal pro Jahr.

Wichtig bei Neuanpassungen: Wenn du einen neuen oder frisch aufgepolsterten Sattel erhalten hast, sollte die erste Nachkontrolle bereits nach spätestens 3 Monaten erfolgen. In dieser Zeit setzt sich das Polstermaterial durch das Reitergewicht und die Bewegung, wodurch sich die Passform geringfügig verändern kann.

Warum die Regelmäßigkeit so entscheidend ist: Ein Pferd ist ein lebendiger Organismus, der sich ständig verändert. Faktoren wie das Alter, das aktuelle Trainingsniveau, die Fütterung, der Wechsel der Jahreszeiten, eine veränderte Haltungsform oder sogar eine krankheitsbedingte Pause wirken sich direkt auf die Rückenmuskulatur und die Figur deines Pferdes aus.

Ein Sattel, der heute perfekt passt, kann in sechs Monaten bereits drücken oder kippeln, weil dein Pferd Muskeln aufgebaut oder durch die Weidesaison an Umfang gewonnen hat. Da sich diese Veränderungen schleichend vollziehen, ist der fachmännische Blick von außen essentiell, um Schmerzen vorzubeugen, bevor sie entstehen.

Betrachte den Sattel-Check wie den Zahnarztbesuch oder die Hufpflege – eine präventive Maßnahme für die langfristige Gesundheit deines Partners.

Ein unpassender Sattel ist wie ein Wanderschuh, der drückt oder rutscht: Achte auf Abwehrverhalten beim Satteln, ein unregelmäßiges Schweißbild oder wenn das Pferd sich in der Bewegung festmacht, statt locker unter dir zu schwingen.
Das zeigt sich im Alltag oft ganz konkret:

  • Dein Pferd lässt sich beispielsweise schwer angaloppieren oder fällt im Galopp immer wieder in den Trab aus.
  • Es fällt ihm schwer, den Rücken „herzugeben“ und sich vertrauensvoll an das Gebiss heranzudehnen.
  • Oder es lässt sich auf einer Hand deutlich schlechter biegen als auf der anderen, weil der Sattel die Schulterfreiheit einseitig einschränkt.

Die klare Antwort: Nein. Die Anpassbarkeit eines Sattels hat ihre Grenzen in der Bauweise des Sattelbaums. Damit ein Sattel wirklich funktioniert, muss die Grundkonstruktion zur Anatomie von Pferd und Reiter passen.

1. Die Basis beim Pferd: Der Sattelbaum ist das Herzstück des Sattels. Seine Form (der sogenannte „Schwung“) muss exakt zur Rückenlinie passen. Ist der Baum beispielsweise zu gerade für einen geschwungenen Rücken, wird er immer punktuellen Druck ausüben. Solche statischen Fehler lassen sich nicht durch mehr Polsterwatte „wegpolstern“ – das wäre so, als würde man versuchen, einen zu kleinen Schuh mit dickeren Socken passend zu machen. Das Fundament muss von Anfang an stimmen.

2. Die Bedeutung für den Reiter: Oft wird unterschätzt, dass der Sattel auch dem Reiter wie ein Maßanzug passen muss. Wenn Sitzgröße, Pauschen oder die Blattlänge nicht zu deinen Proportionen passen, entstehen Sitzfehler:

  • Verlust des Schwerpunkts: Sind beispielsweise die Pauschen zu wuchtig oder falsch platziert, wird dein Becken in eine feste Position gezwungen. Du sitzt dann nicht mehr locker und arbeitest gegen den Sattel.
  • Indirekte Druckspitzen: Wenn du durch einen unpassenden Sitz gegen die Bewegung deines Pferdes arbeitest oder zu weit hinten sitzt, verlagert sich dein Gewicht ungleichmäßig und verursacht Druckspitzen.


Das bedeutet: Selbst wenn der Sattel dem Pferd allein betrachtet passt, kann ein unpassender Sitz des Reiters zu schädlichem Druck auf dem Pferderücken führen.

Man kann sich das wie beim TÜV und der Werkstatt vorstellen: Die Kontrolle stellt fest, ob etwas getan werden muss, und die Anpassung ist die handwerkliche Umsetzung.

Die Sattelkontrolle (Die Analyse)

Die Kontrolle ist die umfassende Bestandsaufnahme des aktuellen Ist-Zustands. Dabei beurteile ich das Pferd im Stand und in der Bewegung, analysiere die Rückenlinie und prüfe den Sattel auf dem Pferd sowie den Reiter im Sitz.

  • Das Ziel: Festzustellen, ob der Sattel noch im Schwerpunkt liegt, genügend Freiheit für die Wirbelsäule und Schulter bietet und ob das Polster noch gleichmäßig weich ist.
  • Das Ergebnis: Eine klare Diagnose. Entweder ist alles in Ordnung („Sattelpassform korrekt“) oder es besteht Handlungsbedarf.


Die Sattelanpassung (Die Optimierung)

Die Anpassung ist der aktive, handwerkliche Schritt, um den optimalen Soll-Zustand (wieder)herzustellen. Hier greife ich korrigierend ein, um die Passform an die aktuelle Form deines Pferdes anzugleichen.

  • Polsterarbeiten: Das Anpassen der Füllung (Wolle), um Druckspitzen zu nehmen oder die Balance des Sattels zu korrigieren.
  • Änderung der Kammerweite: Das Verstellen des Kopfeisens (sofern technisch möglich), um die Weite des Sattels an die Schulter- und Widerristpartie anzupassen.
  • Das Ziel: Die Wiederherstellung der korrekten Druckverteilung und der Bewegungsfreiheit für das Pferd sowie eines ausbalancierten Sitzes für den Reiter.


Warum diese Unterscheidung wichtig ist: Nicht jede Kontrolle muss zwingend in einer großen Anpassung enden. Manchmal reicht eine kleine Korrektur der Polsterung. Umgekehrt kann eine Anpassung ohne vorherige gründliche Kontrolle (insbesondere in der Bewegung) nie präzise sein.

Ja, absolut. Als mobile Sattelanpasserin besuche ich dich direkt im Stall, um unnötige Transportwege und lange Wartezeiten zu vermeiden.

Dank meiner mobilen Werkstatt kann ich viele Anpassungen sofort vor Ort durchführen:

  • Polsterarbeiten: Korrekturen der Füllung (Umpolstern oder Nachpolstern) nehme ich direkt am Stall vor, sodass du das Ergebnis unmittelbar testen kannst.
  • Änderung der Kammerweite: Viele Modelle lassen sich mit einem speziellen Werkzeug vor Ort kalt verstellen, um die Weite des Kopfeisens an die aktuelle Form Ihres Pferdes anzupassen.


Wichtiger Hinweis:
Die Möglichkeiten hängen immer vom jeweiligen Sattelmodell und dem verbauten Sattelbaum ab. Nicht jeder Sattel ist für eine Kaltverstellung geeignet. Sollte eine Anpassung vor Ort aufgrund der Bauweise oder des Umfangs der Arbeiten (z. B. komplettes Neupolstern oder mechanische Defekte) nicht möglich sein, besprechen wir gemeinsam das weitere Vorgehen.

Ja, unbedingt. Eine seriöse Beurteilung der Sattelpassform ist nur in der Dynamik möglich.

Warum die Bewegung so wichtig ist: Ein Sattel, der im Stand perfekt zu liegen scheint, kann in der Bewegung dennoch massive Probleme verursachen. Der Grund dafür ist die biomechanische Veränderung des Pferderückens: Sobald sich dein Pferd bewegt, hebt es den Rücken an, die Wirbelsäule schwingt und die Schulterblätter rotieren.

Ohne das Vorreiten lässt sich nicht beurteilen:

  • Bewegungsfreiheit für das Pferd: Ein Sattel, der im Stand passend aussieht, kann sich in der Bewegung ganz anders verhalten. Erst wenn das Pferd unter dem Reitergewicht den Rücken aufwölbt und die Schulter frei rotieren lässt, zeigt sich, ob der Sattel diese natürlichen Abläufe wirklich unterstützt oder das Pferd in seiner Bewegung blockiert.
  • Passform und Balance für den Reiter: Die Harmonie ist erst perfekt, wenn auch du dich im Sattel wohlfühlst. Ohne das Vorreiten lässt sich nicht beurteilen, ob der Schwerpunkt des Sattels dich in eine korrekte, lockere Sitzposition bringt oder ob Sitzgröße, Vorschnitt und Pauschenform tatsächlich zu deiner Anatomie und Reitstil passen.


Fazit:
Ein Sattel ist ein Arbeitsgerät für die Bewegung. Erst unter dem Reitergewicht und in allen drei Grundgangarten zeigt sich, ob der Sattel wirklich passt.

Für mich ist Sattelharmonie kein bloßer Name, sondern mein Versprechen an dich: Es ist der Zustand, in dem dein Sattel nicht mehr als Fremdkörper wahrgenommen wird, sondern als unsichtbares Bindeglied zwischen dir und deinem Pferd.

Das bedeutet konkret für euch:

  • Anatomische Expertise auf Augenhöhe: Durch mein tiefes Verständnis für die Biomechanik des Pferdes und die Statik des Reiters sorge ich dafür, dass keine Blockaden entstehen. Ich betrachte nicht nur das Leder, sondern das lebendige Zusammenspiel von Muskeln, Gelenken und deiner individuellen Sitzposition.
  • Echte Kundenorientierung: Du und dein Pferd stehen im Mittelpunkt. Ich nehme mir die Zeit, die ihr braucht. Mein Ziel ist es nicht, dir „irgendetwas“ zu verkaufen, sondern die Lösung zu finden, die euch im Alltag wirklich weiterbringt und das Reiten wieder leicht macht.
  • Service, der mitdenkt: Als mobil tätige Sattelanpasserin komme ich direkt zu euch in den Stall. Mit meiner mobilen Werkstatt kann ich viele Anpassungen sofort vor Ort erledigen, damit du keine langen Wartezeiten hast und wir das Ergebnis direkt unter dem Reiter prüfen können.


Kurz gesagt:
Sattelharmonie ist erreicht, wenn dein Pferd frei und zufrieden schwingt und du mit einem sicheren Gefühl im Schwerpunkt sitzt. Ich unterstütze euch dabei mit fachlichem Know-how, ehrlicher Beratung und einer großen Leidenschaft für das Wohlbefinden deines Partners Pferd.

Damit wir die Zeit optimal für die Analyse und Anpassung nutzen können, helfen mir ein paar Vorbereitungen von deiner Seite:

  • Sauberkeit: Dein Pferd sollte geputzt und die Sattellage frei von grobem Schmutz oder Verklebungen sein. Nur so kann ich die Passform direkt am Pferdekörper präzise beurteilen.
  • Der passende Ort: Für die statische Analyse (im Stand) benötigen wir eine möglichst ebene und befestigte Fläche sowie eine ruhige Umgebung, in der dein Pferd entspannt stehen kann.
  • Ausrüstung bereithalten: Bitte lege deine gewohnte Ausrüstung (Sattel, Schabracke, Gurt) bereit. Falls du verschiedene Unterlagen nutzt, zeige mir diese gerne beim Termin.
  • Bereit zum Reiten: Da die dynamische Kontrolle unter dem Reiter ein wesentlicher Teil meiner Arbeit ist, zieh dir am besten direkt deine Reitsachen an. So können wir ohne große Unterbrechung direkt in die Bewegungsanalyse starten.

Hier unterscheide ich klar zwischen meinem Service und meinem Verkaufsangebot, um dir die bestmögliche Expertise zu bieten:

  1. Service & Kontrolle: Markenunabhängig Bei der Kontrolle und Anpassung deines bereits vorhandenen Sattels arbeite ich völlig markenunabhängig. Mein Fokus liegt hier allein auf der Biomechanik deines Pferdes. Wenn dein aktueller Sattel technisch verstellbar ist und die anatomischen Voraussetzungen erfüllt, passe ich ihn fachgerecht an – ganz egal, von welchem Hersteller er stammt.
  2. Verkauf: Spezialisierung auf SOMMER Im Verkauf habe ich mich bewusst und exklusiv für die Marke Sommer entschieden. Diese Spezialisierung ermöglicht es mir, dir eine tiefgreifende Expertise für dieses System zu bieten, statt nur oberflächliches Wissen über viele Marken. Meine Entscheidung für Sommer basiert auf klaren Werten:
  • Made in Germany: Hochwertigste Verarbeitung und kurze Wege.
  • Anatomische Perfektion: Der Sattelbau entspricht exakt meinen hohen Anforderungen an die Biomechanik und die Entfaltung der Pferdemuskulatur.
  • Langfristige Anpassbarkeit: Die Flexibilität der Sättel ermöglicht es uns, auch auf körperliche Veränderungen deines Pferdes über Jahre hinweg zu reagieren.
  • Service & Kundenorientierung: Die Philosophie des Herstellers passt perfekt zu meinem Anspruch an eine partnerschaftliche Betreuung.

Wichtig für dich: Ich verkaufe ausschließlich Neuware auf Bestellung. Ich führe keine Lagerware, denn ich möchte sicherstellen, dass dein neuer Sattel kein Kompromiss „von der Stange“ ist. Jeder Sattel wird individuell für dich und dein Pferd konfiguriert.

Bei mir gibt es keine halben Sachen: Der Osteo-Check ist bei jeder meiner ganzheitlichen Sattelkontrollen fest integriert. Das ist mein besonderer Anspruch an die Qualität meiner Arbeit, denn ein Sattel kann niemals isoliert vom Körper betrachtet werden.

Die Palpation (Abtasten) Das Herzstück dieses Checks ist das fachgerechte Abtasten der Rückenmuskulatur und der angrenzenden Strukturen. Ich untersuche das Gewebe deines Pferdes auf:

  • Verspannungen und Myogelosen: Wo ist die Muskulatur fest oder verhärtet?
  • Schmerzpunkte: Reagiert das Pferd empfindlich auf Druck in der Sattellage?
  • Ganganalyse: In der Bewegung beurteile ich das Gangmaß, die Lastaufnahme und die Symmetrie der Bewegungsabläufe.
  • Anatomische Expertise: Als Expertin für Biomechanik erkenne ich, ob Bewegungseinschränkungen durch den Sattel verursacht wurden oder ob körperliche Defizite die Sattellage negativ beeinflussen.

Ohne fundierte anatomische und osteopathische Kenntnisse ist eine seriöse Beurteilung der Sattelpassform schlichtweg nicht möglich. Nur wenn ich verstehe, wie die Muskulatur deines Pferdes beschaffen ist und wo eventuelle körperliche Einschränkungen liegen, kann ich beurteilen, ob der Sattel die Ursache für Probleme ist oder wie er angepasst werden muss, um dein Pferd zu unterstützen.

Dein Mehrwert: Du erhältst bei mir nicht nur eine technische Kontrolle, sondern eine professionelle Einschätzung des gesamten „Pferderückens im Dienst“.